Dorfweinberg angelegt

Seit Jahrhunderten wird in Vorbachzimmern Wein angebaut. Früher wurden auf über 200 Hektar Reben kultiviert. Im weiten Umkreis wurde der edle Tropfen aus dem Vorbachtal geschätzt. Heute sind noch etwas mehr als 10 Hektar übrig, die derzeit um ein Paar Stöcke in einem Pflanzbeet an der L1001 erweitert werden. Landschaftsgärtner Gerd Frank (l.), Weinbauexperte Heinz Mündlein (m.) und Ortsvorsteher Gerhard Hauf beim Pflanzen der ersten Reben

Bereits im vergangenen Jahr hatten Gerd Frank und seine Mitarbeiter von Gärten und Geomantie zwei der vier Pflanzbeete umgestaltet. Der Jungunternehmer hatte mit der Gemeinde vereinbart, die öffentlichen Beete direkt vor seinem Betrieb auf eigene Kosten zu gestalten und damit seinen Kunden ein paar Schaubeete zu bieten. Die Beete waren gut gelungen, so dass nun die beiden verbleibenden Beete zur Gestaltung und Betreuung an ihn übergeben wurden. Eines der beiden Beete wird in diesem Zusammenhang auf Initiative des Tourismusverbandes zum Dorfweinberg umfunktioniert. Nachdem vor einigen Tagen Steinriegel nach dem Vorbild der in Jahrhunderten von Winzern gestaltete Kulturlandschaft angelegt worden waren, folgten nun die ersten Rebstöcke. Sie wurden von Gerhard Hauf, dem örtlichen Weinbauexperten Heinz Mündlein und  Lanschaftsgärtner Gerd Frank gepflanzt. Die restlichen Pflanzen werden anlässlich der Eröffnung des Dorfweinberges im Rahmen des Dorffestes am 12. Juni 2011 ab 11.00 Uhr feierlich gesetzt. Unter anderem Vertreter des Tourismusverbandes, der WG Markelsheim als Spender der Rebsetzklinge und Bürgermeister Rüdiger Zibold dürfen noch vor dem Mittagessen Hand anlegen, Löcher graben und  Weinreben pflanzen, wie es bereits vor Jahrhunderten die alten Winzer und Häcker im Vorbachtal gemacht haben.

Der Frostnacht Anfang Mai fielen auch in Vorbachzimmern viele Triebe zum Opfer. Der neue Dorfweinberg soll nach dem Willen des Ortsvorstehers auch ein Zeichen an die verbliebenen Winzer sein, sich nicht unter kriegen zu lassen.

Aus alten Quellen ist bekannt, welch herausragende Rolle der Weinbau einstmals in Vorbachzimmern gespielt hat. Über 200 Hektar hat die Rebfläche in den Spitzenzeiten betragen. Die Winzer lebten in guten Jahren ganz ordentlich davon und auch zahlreiche einfache Häcker hatten ihr bescheidenes Auskommen von der Knochenarbeit in den Weinbergen. Der Vorbachzimmerner Wein wurde in einem weiten Umkreis geschätzt und getrunken.

Frost, Krankheiten und die Reblaus sorgten dafür, dass der Weinbau im Lauf der Jahre deutlich zurückgegangen war. Als Beispiel seien die frühen 1950er Jahre erwähnt, als auch schwere Fröste große Teile des Rebbestandes vernichtet hatten. Innerhalb von 10 Jahren ging der Bestand von damals noch ca. 100 Hektar auf ungefähr die heutige Anbaufläche zurück, später sogar noch weiter. Eine Gegenbewegung setzte dann um 1980 ein. Nach der Rebflurbereinigung hatte Vorbachzimmern wieder 13 Hektar an Weinbergen. Diese konnten nun größtenteils mit Maschinen bearbeitet und somit wirtschaftlich betrieben werden. Aber die Generation der damaligen Jungwinzer ist in die Jahre gekommen. Ihre Kinder haben in den vergangenen dreißig Jahren häufig nicht die Liebe ihrer Eltern zum Weinbau geerbt, so dass heute etliche der Flächen von Pächtern aus Queckbronn, Laudenbach oder Wermutshausen bestellt werden.

Zum Großteil wird der Wein heute in Markelsheim ausgebaut. Zwei Besenwirtschaften vermarkten ihre Eigengewächse am Ort. Beide Besenwirtschaften haben am 12. Juni geöffnet und bieten neben Speis und Trank auch Unterhaltung wie eine „Multivisionsschau“ mit Bildern aus Vorbachzimmern oder eine Strohhüpfburg für Kinder. Die WG Markelsheim wird gleich neben dem neuen Dorfweinberg ihren Weinstand aufschlagen, an dem man sich durch die verschiedenen Weinsorten trinken kann.

Innenentwicklung Vorbachzimmern

Aus der Kirchengemeinde

Vereinsleben...

Dienstleistung, Handel und Gewerbe...

Anmeldung...

Bitte melden Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort an:



Joomla Template designed by Joomla Host