Gerhard Hauf ein Sechziger

Gerhard Hauf rückt heute in den Kreis der Sechziger auf. Den Vorbachzimmerner Ortsvorsteher könnte man als multifunktionell bezeichnen, was sein ehrenamtliches Engagement angeht. Die Liste der  Ehrenämter, die er begleitet oder begleitet hat, ist beachtlich. Er war und ist in Vereinen, Verbänden, in der Kirche und kommunalpolitisch überaus engagiert.

Bereits in frühester Jugend war er im TSV Vorbachzimmern sportlich aktiv. Später übernahm er dort das Amt des Schriftführers und Pressewartes, das er bis 1993 inne hatte. Danach war er noch einige Jahre als Kassenprüfer tätig.

Als er 1982 in den Gesangverein eintrat, ahnte er noch nicht, was sich hieraus entwickeln sollte. Denn hier entdeckte er seine Liebe zum Gesang. Der Entschluss reifte, sich weiter engagieren. Im Jahr 1983 wurde er zum Vorsitzenden des Gesangvereines gewählt, ein Amt, das er 26 Jahre ausgeübt hat.

Als Vorsitzender des Chorverbandes „Hohenloher Gau“ vertritt er die Sache des Chorgesanges weit über die Grenzen des Vorbachtales hinaus und hält engen Kontakt zu Chören, Sängerinnen und Sängern von Edelfingen bis Stimpfach. Zuvor war er bereits insgesamt 11 Jahre stellvertretender Gauvorsitzender

1984 wurde Gerhard Hauf erstmals in den Ortschaftsrat seines Heimatortes Vorbachzimmern gewählt und seither in allen Wahlen bestätigt, wobei er häufig die meisten Stimmen erhalten hat.

Ebenfalls 1984 war es, als Hauf seine erste Amtsperiode im Ge­meinderat von Niederstetten antrat. 20 Jahre  lang gehörte er dem Gremium an, bevor er hier nicht mehr kandidierte. Das lag aber nicht etwa an Amtsmüdigkeit. Die Entwicklung seines Heimatortes lag ihm schon immer am Herzen. Da war es fast schon die logische Konsequenz, dass er 1999 den vakanten Posten des Ortsvorstehers übernahm. So hatte auch der oben bereits genannte Verzicht auf eine weitere Amtsperiode im Gemeinderat den Grund, die Personalunion aufzulösen und einen zweiten Vertreter Vorbachzimmerns ins Gremium zu bringen.

Im Jahr 1999 weitete er sein kommunalpolitisches Engagement über die Gemeindegrenzen hinweg aus. Als Vertreter der Freien Wähler des Oberen Bezirkes gehörte er fünf Jahre dem Kreistag an.

Das Amt des Ortsvorstehers füllt Hauf mit einer unnachahmlichen Hingabe aus. Durch seine mitunter unkonven­tionelle Art  hat er schon manches Projekt angestoßen, das vorher unmöglich schien oder um das der Ortschaftsrat schon lange gerungen hatte. Natürlich kommt ihm hier auch seine Erfahrung zugute, die er im Zusammenspiel mit der Stadtverwaltung als langjähriger Stadtrat sammeln konnte. Er versteht es aber auch im Umgang mit seinen Vorbachzimmernern, sie für Projekte und Aktionen, wie die 1200-Jahr-Feier und zuletzt den Tag des offenen Dorfes zu begeistern. Beide Veranstaltungen wären ohne sein Zutun ein gutes Stück kleiner ausgefallen oder gar nicht zustande gekommen.

In seine Amtszeit fällt unter anderem die Erschließung des Baugebietes Steinbach, um das man zuvor lange Jahre vergeblich gekämpft hatte. Auch viele andere Punkte der Wunschliste des Ortschaftsrates bei Amtsübernahme Haufs 1999 sind abgearbeitet und werden inzwischen als selbstverständlich angesehen. Bei näherer Betrachtung wurde vieles aus eigener Initiative des Dorfes, an deren Spitze stets der Ortsvorsteher zu finden war, gestemmt.

In den letzten Monaten hat man viel von Hauf gelesen. Während des Landtagswahlkampfes hat er es geschickt verstanden, das Thema „Ausbau der L 1001“ über Leserbriefe zu platzieren. Kandidaten und Abgeordnete verschiedener Parteien hatten sich darauf hin des Themas angenommen und sich vor Ort von Hauf informieren lassen. Er will auch künftig dafür sorgen, dass dieses Thema bei den Entscheidungsträgern nicht vergessen wird.

Ein weiteres Projekt, das ihm sehr am Herzen liegt, ist der Bau einer Aussegnungshalle auf dem Friedhof in Vorbachzimmern. Das Konzept wurde im Dorf vorgestellt und im Rahmen einer schriftlichen Umfrage die Einstellung der Einwohner dazu abgefragt. Nachdem die Mehrheit der Rückläufer grünes Licht gaben, fängt die Arbeit für den OV erst richtig an.

Gerhard Hauf kümmert sich aber auch seit 1990 als Kirchenpfleger um die Finanzen der Evangelischen Kirchengemeinde von Vorbachzimmern. In seine Amtszeit fiel hier unter anderem die Sanierung des Kirchendaches. Auch in der Kirchengemeinde steht man wieder einmal vor Veränderungen. Die Pfarrstelle ist derzeit verwaist. Man kann sicher sein, dass sich Hauf auch hier aktiv in die Suche nach einem neuen Pfarrer oder einer Pfarrerin für die Pfarrei mit einbringt, die ja auch noch die Nachbarortschaften Pfitzingen, Herrenzimmern, Rüsselhausen, Bronn und Haagen umfasst.

Geprägt vom Vater, der ihn mit landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut gemacht hat, bewirtschaftet er  sein Grünland an den Hängen des Vorbachtales. Von hier aus ins Tal auf seine Heimatgemeinde zu schauen und Natur pur zu genießen, „das ist Mehrwert, der sich nicht rechnen lässt“ so der Jubilar.

Hinter einem derart aktiven Mann muss eine Familie als verlässliche Basis stehen, die das alles mit trägt. Zu Hause bei Ehefrau Elisabeth, den Kindern und inzwischen drei Enkelkindern findet er Ruhe und Kraft, sich auf die Lösung anstehender Probleme und auf neue Aufgaben zu konzentrieren. Und die sind, wie die kleine Auswahl der Aufgaben oben zeigt, vielfältig und groß.

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