k-innenentwicklung 2015 vbz Immer mehr Flächen werden in Baden-Württemberg bebaut und versiegelt. Der Schwerpunkt der künftigen Entwicklung der Ortschaften und Gemeinden soll auf den verfügbaren Flächen im Innenbereich liegen. Die Stadt Niederstetten hat jetzt nach Oberstetten auch den Teilort Vorbachzimmern durch das Büro Klärle auf die Potenziale einer innerörtlichen Entwicklung hin untersuchen lassen. Die Ergebnisse wurden nun von Marion Wunderlich vom Ingenieurbüro, Ortsvorsteher Gerhard Hauf und Hauptamtsleiter Ludger Krug der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bereits im Februar 2015 waren die Einwohner zu einer Informationsveranstaltung in die Halle eingeladen worden. Das Projekt und die sich daraus eventuell ergebenden Möglichkeiten für den Einzelnen wurden vorgestellt. Für das gesamte Dorf wurden Kartierungen der Bausubstanz, der Nutzung und der Einwohnerstruktur in den Gebäuden vorgenommen. Abstands-, Emissions- und Überschwemmungsflächen wurden berücksichtigt.

In der Folge konnten sich interessierte Grundstückseigentümer melden und eine Beratung bezüglich der möglichen Entwicklung ihrer Flächen in Anspruch nehmen. Per Fragebogen waren entsprechende Flächen ermittelt worden.

Marion Wunderlich trug alle Informationen zusammen. In Absprache mit Ortsvorsteher Gerhard Hauf nahm sie noch weitere Ecken unter die Lupe, an denen Handlungsmöglichkeiten gesehen wurden. Daraus wurden zum Teil visionäre Ideen entwickelt, die vor allem den Ortsteil zwischen der Laudenbacher Straße und dem Vorbach teils kräftig verändern würden. Hier findet man relativ viele landwirtschaftliche Gebäude, die teils nur noch als Lager genutzt werden. Die Anwohner dieser Gebiete waren bereits zuvor über die Ergebnisse informiert worden. Wichtig war dabei, dass die ganze Angelegenheit auf Freiwilligkeit beruht. Es wird niemandem vorgeschrieben, wie er künftig seine Flächen zu nutzen hat. Die Entwicklungsmöglichkeit eines Grundstücks orientiert sich an der Vorstellungskraft des Eigentümers, so Gerhard Hauf. Grenzen könnte hier aber vor allem der Hochwasserschutz setzen. Gerade im Bereich der Brunnengasse werden große Flächen ausgewiesen, die bei einem hundertjährigen Hochwasser überschwemmt werden und daher nur noch gegen Schaffung von Ausgleichsmaßnahmen bebaut werden dürfen.

Häufig sind im Ortskern unkomfortable Grundstückszuschnitte zu finden. Hier wurden auch Möglichkeiten aufgezeigt, Flächen neu zu sortieren und damit attraktiver zu machen.

Das Konzept kann nun als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln dienen. Es wird den Behörden in Stuttgart zur Verfügung gestellt um zu signalisieren, dass man sich vor Ort Gedanken gemacht hat. Die Chancen für die Bewilligung einer Förderung steigen dadurch angabegemäß. Im Rahmen der ELR-Förderung können zum Beispiel Projekte aus den Bereichen Wohnen oder Arbeit gefördert werden. Ganz oben auf der Liste steht dabei neben der so genannten Nachverdichtung, also der Nutzung freier Flächen im Innenbereich die Umnutzung leer stehender Bausubstanz wie etwa alter landwirtschaftlicher Gebäude. Aber auch die energetische Sanierung alter Wohngebäude kann gefördert werden. Ansprechpartner für Förderanträge ist die Stadtverwaltung in Niederstetten, und hier Hauptamtsleiter Ludger Krug. Wichtig, so Krug, ist die rechtzeitige Antragstellung vor Beginn der jeweiligen Maßnahme.

Als positives Beispiel wurde Oberstetten genannt. Die Konzeption dort hat in diesem Jahr zur Berücksichtigung zweier Anträge geführt.

Mit der Aufnahme der alten Bausubstanz ist nun auch in Vorbachzimmern ein erster Schritt getan und Potenziale in der Ortsmitte sind aufgezeigt. Nun stehen in Vorbachzimmern aber auch relativ viele Bauplätze im Neubeugebiet Steinbach zur Verfügung. Aber, so Gerhard Hauf, man müsse eben das eine tun, ohne das andere zu lassen. Marion Wunderlich verdeutlichte es am Beispiel eines Baumstammes. Wenn außen etwas zuwachsen soll, muss der Kern in Ordnung sein. Baugebiete sind weitgehend vergleichbar. Den unverwechselbaren Charakter einer Ortschaft macht die Ortsmitte aus. Deshalb muss auch hier immer eine Entwicklung stattfinden.

Neben den Kartierungen und der Überplanung wird als weiterer Baustein das Flächenmanagement-Tool „FLOO“ im Internet eingeführt. Kauf- und Verkaufwillige sollen hier zusammen finden.

Der Dank des Ortsvorstehers ging an die Stadt Niederstetten, die diese Untersuchung mit Unterstützung des Landes ermöglicht hatte. Der Schlüssel des Erfolges, so Hauf, liege nun in den Menschen und darin, wie sie sich aktivieren. Alle drei wiesen auf die hervorragenden Grundvoraussetzungen in Vorbachzimmern hin. Angefangen von der neu sanierten Halle mit ihren vielfältigen Möglichkeiten, über den Kindergarten mit dem umfangreichen Betreuungsangebot bis hin zum regen Vereinsleben, das eine Integration von Neubürgern sehr erleichtern kann. Die Grundlagen für die weitere Entwicklung sind also geschaffen.

Text und Bild: Friedrich Thorwarth

Innenentwicklung Vorbachzimmern

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