Posaunenchor - Festgottesdienst anlässlich des 70-jährigen Jubiläums

Am 28. 0ktober 1948 wurde der Posaunenchor in Vorbachzimmern gegründet. Auf den Tag genau 70 Jahre später wurde dieses Jubiläum mit einem Festgottesdienst in der Nikolauskirche in der Vorbachtalgemeinde gefeiert.k-posaunenchor jubilumsformation

Nach dem triumphalen Choral „Einzug“ von Traugott Fünfgeld und dem Handelian Song von Robert von Berlingen begrüßte Pfarrerin Ina Makowe die zahlreichen Gottesdienstbesucher aus Vorbachzimmern und der weiteren Umgebung. Sie lies kurz die Gründungsgeschichte des Chores Revue passieren. Nur wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf Initiative des in Vorbachzimmern legendären Pfarrers Lange der Posaunenchor aus der Taufe gehoben. Die ersten Mitglieder waren der langjährige Chorleiter Kurt Balbach, Reinhold Horn, Willi Gröner und Georg Löhr. Kurz darauf kamen Manfred Balbach und Rudolf Mann dazu. Letzterer war als einzig Verbliebener der Urbesetzung zum Jubiläumsgottesdienst in die Kirche gekommen. So wechselte im Lauf der Jahre die Besetzung des Jubiläumschores naturgemäß. Zwischenzeitlich schloss man sich mit den Niederstettener Bläsern zum Posaunenchor Vorbachzimmern-Niederstetten zusammen. Heute wird er maßgeblich auch durch die Frauen der Familie Balbach getragen, wie Pfarrerin Makowe feststellte. Die Leitung hat Markus Balbach, der sie vor vielen Jahren von seinem Vater Kurt übernommen hatte. Neben seiner Frau Gisela und den drei Töchtern Tina, Vera und Inka zählen Hermann Schmezer und der Vikar Michael Bauer heute zum Ensemble. Zum Jubiläum zählte der Chor, der sich aus Anlass des Jubiläums mit Bläsern und Bläserinnen aus dem Kirchenbezirk verstärkt hatte 17 Bläserinnen und Bläser, die bei den Gottesdienstbesuchern mitunter Gänsehaut verursachten. Völlig umspült und vollkommen eingehüllt vom Klang konnte man sich dem Zauber der Instrumente kaum entziehen. Die Kirche in Vorbachzimmern stellt aufgrund ihrer Akustik einen nahezu idealen Raum für die Auftritte des Posaunenchores.

Pfarrerin Makowe verstand es den Gottesdienst und die Liedvorträge zu einem stimmigen Ganzen zu formen. Statt einer Predigt von der Kanzel wechselte sie sich mit den Posaunen im Vortrag ab, leitete von „Vertraut den neuen Wegen“ mit besinnlichen Texten über Vertrauen und Trost, zu den weiteren Chorbeiträgen „Hab Dank, mein Gott...“ und „Tröste deine Menschen“ bis hin zum Gemeindelied „Nun danket alle Gott“.

Wie sich das für ein Jubiläum gehört, waren auch Gratulanten gekommen um Grußworte zu sprechen. Bezirksposaunenwart Ernst Preininger, der selbst im Jubiläumschor mitgespielt hat, beglückwünschte die Kirchengemeinde zu ihrem Posaunenchor. Denn wo Posaunen zusammen spielten, könne man sich ruhig nieder lasen, da böse Menschen keine Lieder hätten. Der Chor sei ein Teil der Gemeinde Christi. Er lobte das große Repertoire. Alleine beim Jubuiläumsgottesdienst war vom Choral bis hin zu Pop alles vertreten. Preiniger freute sich, dass mehrere Generationen beim Musizieren mit viel Spaß zusammen kämen.

Anschließen ehrte er Mitglieder des Ensembles für ihren langjährigen Einsatz in der Posaunenarbeit. Michael Bauer wurde für 19 Jahre ausgezeichnet, Tina Eifert und Gisela Balbach für jeweils 18 Jahre, Vera Balbach für 14 Jahre und Inka Balbach ist seit 12 Jahren mit dabei. Für 40 Jahre Mitwirkung im Posaunenchor erhielt Hermann Schmezer zur Urkunde auch noch eine Ehrennadel überreicht. Der Leiter des Jubiläumschores, Markus Balbach wurde sogar für 46 Jahre ausgezeichnet.

Ortsvorsteher Gerhard Hauf sprach für die weltliche Gemeinde. Er sprach von einem Tag der Freude. Es sei ein besonderes Jubiläum, dieses siebzigjährige Bestehen des Posaunenchores. Er dankte für das kulturelle Engagement, das Beachtung und Anerkennung verdiene. Der Posaunenchor sei nicht nur in der Kirche gerne gehört, sondern auch an Heiligabend im Dorf, auf dem Weihnachtsmarkt in Niederstetten und nicht zuletzt am Volkstrauertag bei der Gedenkfeier auf dem Friedhof. Der Ortsvorsteher versäumte es auch nicht, den Posaunenchor gleich zur Mitwirkung an der Gedenkfeier am diesjährigen Volkstrauertag einzuladen.

Für die Kirchengemeinde und den Kirchengemeinderat sprach Elke Frank. Sie gratulierte zu 70 Jahren Freude an der Musik „mit klaren, satten Klängen“. Sie bedankte sich für die viele, investierte Zeit in Proben und unzählige Auftritte mit Liedern die Freude und Halt gäben. Die Kirchengemeinde schätze sich Glücklich, den Posaunenchor zu haben, der deren fester Bestandteil sei. Über die vom Ortsvorsteher genannten regelmäßigen Auftritte erinnerte sie unter anderem an Erntedankfeste, Konfirmationen und Osterfeste. Die vielen kleinen Standkonzerte im Dorf an Heiligabend seien Anlass zu Innehalten und Einkehr in der oft zu turbulenten Vorweihnachtszeit. Als Geschenk der Kirchengemeinde hatte auf Initiative von Pfarrerin Makowe die Bäckerei Herbst Posaunen aus Hefeteig gebacken und für jeden Bläser ein Exemplar gestiftet.

Markus Balbach hatte mit seinem Grußwort bis zum Schluss gewartet um dann festzustellen, dass seine Vorredner fast alles schon gesagt hätten und hielt seine Ansprache dann auch konsequent kurz. In Anspielung auf den verregneten Sonntag meinte er, es sei nicht jeder Tag wie der andere. Dieser Sonntag sei aber trotzdem ein schöner Sonntag. Mit Musik erreiche man mehr als mit jedem Wort. Er bedankte sich bei den Bläserinnen und Bläsern und wünschte den Mitwirkenden und Zuhörern noch anregende Gespräche im Anschluss an den Gottesdienst.

Bevor es soweit war, wurde der Gottesdienst mit Fürbittengebet, Vaterunser und dem Segen, dazwischen mit weiteren Einlagen des Posauenenchores wie „Today, tomorrow and every day“, „You make the sun rise in my heart“ und „There´s a meeting there tonight“ beendet. Die Pfarrerin hatte zu Anfang darum gebeten, mit dem Applaus bis zu Schluss zu warten, um die Konzentration der Bläser und den Gottesdienst nicht zu unterbrechen. Nun war die Zeit gekommen, als Gottesdienstbesucher dem Jubiläumschor die Ehre zu erweisen und dies wurde mit stehenden Ovationen auch getan.

Zahlreiche Gottesdienstbesucher folgten anschließend der Einladung zu einem kleinen Stehempfang nach dem Gottesdienst. Darunter waren aktive und ehemalige Posaunenbläser und viele Menschen, die einfach Freude an den gelungenen Darbietungen des Chores hatten und dies den Mitwirkenden auch sagen wollten. Daneben wurde auch die eine oder andere Erinnerung an Ereignisse der letzten 70 Jahre und an die Bläser dieser Zeit ausgetauscht.

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