30. Internationale Volkswandertage ein Riesenerfolg

Bereits die 30. Internationalen Volkswandertage veranstaltete der Wanderverein Vorbachzimmern am vergangenen Sonntag. Rekordverdächtig viele Gäste aus Süddeutschland feierten das kleine Jubiläum mit. Internationales Flair brachten die Wanderer aus Luxembourg und dem Zillertal.

k-wandertage 2013 vorbachzimmern

Erschöpft aber zufrieden konnten die Verantwortlichen des Wandervereins am Sonntagabend auf die nunmehr 30. Internationalen Volkswandertage zurück schauen. Es war wieder einmal ein Wanderwochendende, das den Titel international verdient hatte. Die alte Freundschaft mit den Wanderern aus Ettelbreck in Luxembourg, die vor 29 Jahren begann, war erneut aufgeflammt. Vor einigen Wochen begegneten sich zwei Gruppen aus dem Vorbachtal und dem Fürstentum zufällig bei einem Wandertag in Oberfranken. Sofort kam man ins Gespräch und die Luxembourger nahmen sich spontan vor, wieder einmal zu den Wandertagen nach Vorbachzimmern zu kommen. Mit einer stark verjüngten aber großen Mannschaft waren sie dann auch tatsächlich per Bus am Samstag angereist und bis Sonntag geblieben.

Eine Gruppe aus dem Zillertal hatte es auf die Auszeichnungen abgesehen. Sie waren bei einem Wandertag in Bayern auf die Flyer der Vorbachzimmerner aufmerksam geworden. Der Engel, den es auf Wunsch für die erfolgreiche Absolvierung der Strecken gab, hatte es ihnen angetan. Zuerst wollte trotz Anmeldung keiner so recht an ihr Erscheinen glauben. Aber tatsächlich standen sie an Samstag in der Halle und gingen auf Tour. Und viele taten es ihnen nach. Die Engel waren so stark nachgefragt, dass am Sonntag gegen Mittag bereits Ausverkauf gemeldet werden musste.

Die Einwohner von Vorbachzimmern dürfte das kaum verwundern. Lange war der Ort im Vorbachtal an einem Wandertag nicht mehr so zugeparkt wie in diesem Jahr. Die zahlreichen Helfer aus nah und fern hatten in der Halle und auf der Stecke alle Hände voll zu tun um dem Ansturm gerecht zu werden. Irgendwie schafften sie es dann doch. Bis zur letzten Scheibe Leberkäse, der letzten Maultasche und der letzten Wurst wurde in der Küche gewirbelt um die von der Wanderung hungrigen und durstigen Volkssportler zu versorgen.

Die hatten bis dahin 6, 10 oder 20 Kilometer lang die Gegend südöstlich von Vorbachzimmern erkundet. Die Kurzdistanz führte hinaus zum Rehhof und dann wieder zurück ins Tal. Um sich zehn Kilometer im Wanderpass bescheinigen zu lassen, musste man einen größeren Bogen zum Flugplatz und dann über Niederstetten zurück absolvieren. Für die Langstreckenwanderer ging es an dem Flugplatz weiter über Wildentierbach ins Reutal um dann später über Niederstetten dem Ziel entgegen zu gehen. Viel Lob hörte man in der Halle danach wieder über die Streckenführung. Immer wieder reifte die Erkenntnis, wie schön es doch im Vorbachtal sei.

Vielleicht auch deshalb kommen jährlich Wanderer aus der gesamten Südhälfte der Republik wieder hier her. Mit Bussen waren sie aus Koblenz, Brühl, Gräfinau-Anstett in Thüringen, Betzingen, Kützberg, Schwaigern, Schömberg im Schwarzwald und nicht zuletzt Luxembourg angereist. Aus Stuttgart kam der Deutsch-Amerikanische Wanderclub. Mit dem Auto waren Gruppen aus Bad Münstereifel, München und Südbaden gekommen. Manche Gruppen hatten den weiten Weg per Bahn auf sich genommen, darunter Wanderer aus Köln und Waldshut-Tiengen, die mitunter sechs bis neun Stunden Anreise in kauf genommen hatten um schließlich mit dem Shuttle der Veranstalter die letzten Kilometer zur Halle gebracht zu werden. Die Wanderer aus Grub am Forst in Oberfranken haben hier schon Routine. Sie exerzieren die Anreise mit der Bahn seit Jahren. Erstmals trauten sich das auch die Wanderer aus Michelbach/Wald bei Heilbronn, die bisher immer einen Bus gechartert hatten. Da kam der Shuttle an seine Grenzen. Die Bahn dürfte sich über volle Züge gefreut haben.

Die stärksten Gruppen wurden wie in den vergangenen dreißig Jahren auch ausgezeichnet. Über 70 Vereine waren dem Ruf ins Vorbachtal gefolgt. Das Rennen machte in diesem Jahr der SC Buchenbach aus dem Jagsttal. Platz zwei sicherten sich die Wanderfreunde aus Crailsheim denkbar knapp vor Creglingen. Die Hohenloher Wandergermanen aus Schrozberg erreichten Platz vier und die fünftstärkste Gruppe stellte der Volkssportverein Schömberg im Schwarzwald.

Auch Gruppen aus dem Stadtgebiet waren stark vertreten. Den Vogel schossen hier die Schützen des TV Niederstetten ab. Der Lauftreff und der Albverein der Kernstadt folgten auf den Rängen.

Richard Weigel, der Vorsitzende des Gastgebenden Wandervereins, bedankte sich bei seinen treuen Helfern, die in der Halle, auf den Kontrollstellen, als Kuchenspender, beim Machen des Kartoffelsalats und in anderer Funktion dieses 30. Jubiläum erst ermöglicht hatten. Er wünschte sich für alle Wanderer, dass sich auch künftig genügend Helfer finden lassen, um die die Durchführung von Wandertagen in nah und fern sicher zu stellen. Und das sind trotz Ausfalls vieler Vereine noch eine ganze Menge. Am Sonntagnachmittag zeigte ein passionierter Vielwanderer stolz sein Wanderbuch aus dem Jahr 2013, in dem sich bereits 143 nachgewiesene Wanderungen im laufenden Jahr nach verfolgen ließen. Ortsvorsteher Gerhard Hauf dankte in einem kurzen Grußwort anlässlich der Siegerehrung den Wanderern für ihr kommen und dem Verein für die Ausrichtung des Events. Auch er zeigte sich überwältigt vom diesjährigen Andrang und von der Mannschaft, die ihn bewältigt hatte. Den Gästen legte er nahe, das Vorbachtal zu genießen. Um auch den Letzten zu überzeugen, stimmte er noch das „Hohenloher Land“ von Annaweech an.

Innenentwicklung Vorbachzimmern

Aus der Kirchengemeinde

Vereinsleben...

Dienstleistung, Handel und Gewerbe...

Anmeldung...

Bitte melden Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort an:



Joomla Template designed by Joomla Host