Wilhelm Mohr ist neues Ehrenmitglied des TSV

Im Rahmen eines Ehrungsabends hat sich der TSV Vorbachzimmern bei verdienten und langjährigen Mitgliedern sowie Unterstützern des Vereins bedankt. Neben der Verleihung von bronzenen, silbernen und goldenen Ehrennadeln des Vereins und der Verbände wurde mit Wilhelm Mohr ein neues Ehrenmitglied berufen.k-ehrungsabend 2018 tsv vorbachzimmern

Der erste Vorsitzende Steffen Reißenweber durfte außer den zu Ehrenden zahlreiche Mitglieder der Vereinsgremien, den stellvertretenden Bürgermeister Uli Roth, Ortsvorsteher Gerhard Hauf, den stellvertretenden Sportkreisjugendleiter Michael Frank, das Vorstandsmitglied des Turngau Hohenlohe Rainer Striffler und den Sportkreisvorsitzenden Volker Silberzahn begrüßen.

Reißenweber erläuterte auch, was die Verantwortlichen im Verein und in den Verbänden umtreibe. Aktuell sei das Thema Sportverein 2030 – also wie sich die Vereine für die Zukunft aufstellten. Der TSV habe hier bereits auf Trends reagiert und zum Beispiel die zeitlich unabhängig nutzbaren Laufstrecken etabliert oder für die Erwachsenen den stark expandierenden Sport für Männer etabliert. Er verwies auch auf die anderen Aktivitäten im Ort wie die Chöre des Gesangvereins oder die Freiwillige Feuerwehr, die beide ebenfalls aktuell einen wachsenden Zuspruch erleben dürfen.

Hier setzte auch Ortsvorsteher Gerhard Hauf an, der die Vielfalt und das bunte Treiben im Ort lobte. Der TSV sei eine wichtige Stütze der Gemeinschaft. Damit dies funktioniere, bedürfe es der Mithilfe vieler auch im Hintergrund. Er bedankte sich bei allen, die mitmachten und sich einbrächten und forderte den Verein und die Ehrenamtlichen auf, so weiter zu machen, sich einzubringen und die Gemeinschaft zu genießen.

Uli Roth vertrat die Bürgermeisterin und überbrachte die Grüße der Stadt. „Sie haben das ganze Jahr das Amt, dieser Abend ist für die Ehre. Ehrenamtliche tun dem Ort und dem TSV gut und sind wichtig für das Gemeinwesen.“ Dann startet er eine Charme-Offensive „liegt das an der Kluft oder am Sport, dass hier alle so jung aussehen“. Damit hatte er die Lacher au seiner Seite.

Nun waren die ersten Ehrungen an der Reihe. Beim TSV werden auch jährlich Menschen geehrt, die kein Amt haben, aber dennoch den Verein regelmäßig tatkräftig unterstützen. Ein solcher Mensch ist Alexander Popp. Immer wenn auf dem Sportgelände gestalterisch eingegriffen wird, wenn zum Beispiel gepflastert werden muss, ist er gefragt. Aber auch beim Auf- und Abbau und der Bewirtung von Veranstaltungen ist er zur Stelle. Der zweite, „nichtamtliche“ Geehrte war Kai Hemmersbach. Steffen Reißenweber erinnerte sich an die Zeltlager auf dem Sportgelände: Wir haben Paletten gebraucht und Zelte – Kai hat sie zur Verfügung gestellt. Und immer wenn es unhandliches zu transportieren gibt ist sein Transporter erste Wahl. Natürlich hilft auch er bei Veranstaltungen hinter der Theke.

Bei den „regulären“ Ehrungen wurden Anne Schmidt mit der Ehrennadel des TSV in Bronze ausgezeichnet. Trotz ihrer Jugend war sie schon Schriftführerin und Beisitzerin in der Jugendabteilung und hat sich im Kleinkinderturnen engagiert. Derzeit führt sie die Kasse der Jugendabteilung.

Die Ehrennadel in Silber des TSV erhält man, wenn man 25 Jahre lang Mitglied ist und den Verein durch seine Beitragszahlungen unterstützt hat. Etliche der Geehrten waren zudem in dieser Zeit in anderer Funktion im Verein engagiert. Carmen Thorwarth zum Beispiel war 17 Jahre lang Übungsleiterin im Kleinkinderturnen und ist in der Bewirtung des Vereinsheims beim Rentnertreff und bei Trauerfeiern aktiv.

Daniela Schmitt hat von 1998 bis 2003 im Schülerinnenturnen Verantwortung übernommen. Sie hatte an diesem Abend die weitesten Anreise, weil sie inzwischen in Buchen wohnt, dem Verein aber nach wie vor als Mitglied die Treue hält. Elisabeth Hauf hat das Vereinsheim-Team bei den Kaffeediensten unterstützt und ist zuverlässige Bonbon-Lieferantin beim Faschingsumzug der Kinder.

Die goldene Ehrennadel des TSV wird für vierzigjährige Mitgliedschaft verliehen. Diese Ehre wurde Erich Bender zuteil. Er war lange Jahre auch als Bewirtschafter für das leibliche Wohl der Gäste bei Veranstaltungen des TSV mitverantwortlich. Seine Laufbahn im Verein begann er als Beisitzer und 2. Vorsitzender in der Jugendabteilung in den 1980er Jahren. Und er ist Handwerker, und die werden bekanntlich immer gebraucht.

Ebenfalls mit Gold ausgezeichnet wurde Gabi Waldmann. Auch sie war im TSV-Café aktiv und bedenkt die Kinder an Fasching mit Süßigkeiten. Bei ihr kommt hinzu, dass sie „Turnhallennachbarin“ ist, also alle Veranstaltungen und den Jugendclub aus direkter Nähe miterlebt. Und, so bemerkte Reißenweber, sie hat sich noch nie beschwert.

Die höchste Auszeichnung des Vereins ist die Ehrenmitgliedschaft. Dafür muss man das siebzigste Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens 45 Jahren Mitglied sein. Diese Kriterien hat Wilhelm Mohr erfüllt und wurde deshalb zum Ehrenmitglied ernannt. Aber auch er war während dieser Zeit nicht untätig. Von 1970 bis 1973 war er Oberturnwart, also sportlicher Leiter des Vereins. Später noch zehn Jahre Beisitzer im Vereinsausschuss und zuletzt von 2009 bis 2018 Platzwart und damit für das Sportgelände im Hauser Tal zuständig. Dieses Amt hat er in diesem Frühjahr abgegeben. Im Rahmen des Ehrungsabends wurde er offiziell mit einem Geschenkkorb voll regionaler Spezialitäten verabschiedet. Den hatte er sich aber auch hart verdienen müssen. Bevor der aktuelle Aufsitz-Rasenmäher angeschafft wurde, übrigens allein aus eigenen Mitteln des TSV, musste sich Wilhelm Mohr mit den Vorgängermodell abmühen, das zuletzt mehr Zeit in der Werkstatt verbrachte als auf dem Sportplatz.

Nun standen die Ehrungen durch die verschiedenen Sportverbände an. Den Anfang machte die Sportkreisjugend, vertreten durch den stellvertretenden Leiter Michael Frank. Er ist kein unbekannter in Vorbachzimmern, auch wenn er seit nunmehr zehn Jahren in Creglingen wohnt. Er hatte im TSV auch schon zahlreiche Ämter inne, bis hin zum Oberturnwart und ersten Vorsitzenden. Er dankte allen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Aus seiner Arbeit in der Sportjugend könne er sagen, dass der TSV über die Kreisgrenzen hinaus bis nach Stuttgart für seine Jugendarbeit bekannt sei. Zahlreiche Preise und auch Preisgelder seien schon an den Verein gegangen. Aus eigener Erfahrung könne er sagen, dass man aus der Ehrenamtlichen Arbeit viel für das Berufsleben mitnehmen könne und dies auch bei Arbeitgebern so gesehen werden.

Einen, der in jungen Jahre Verantwortung übernommen hat, durfte er mit der Ehrennadel der Württembergischen Sportjugend in Bronze auszeichnen: Florian Schmidt. Der war in der Jugendabteilung Beisitzer und ist derzeit zweiter Vorsitzender. Auch beim Kleinkinderturnen hatte er sich schon engagiert.

Für den Turngau Hohenlohe nahm dessen Vorstandsmitglied Rainer Striffler am Ehrungsabend teil. Auch seine Wurzeln liegen im TSV. Als früherer Oberturnwart und langjähriger erster Vorsitzender und aktueller zweiter Vorsitzender hatte er ein Heimspiel. Er verwies auf den kürzlich stattgefunden Landesturntag, bei dem viel über die Zukunft der Vereine diskutiert wurde und darüber, wie man Ehrenamtliche gewinnen und halten könne. Den Ehrenamtlichen Ehre zu erweisen sei ein Baustein hierbei. Und das war Sinn und Zweck des Ehrungsabends. Striffler hatte dann auch Ehrungen namens des Schwäbischen Turnerbundes (STB) vorzunehmen. Die Ehrennadel des STB in Bronze ging an Markus Thorwarth. Auch er begann in der Jugendabteilung als Beisitzer, war drei Jahre lang zweiter Vorsitzender und auch im Hauptverein als Übungsleiter im Kínderturnen aktiv. Und darüber hinaus ist auch er immer gefragt, wenn es um Transportkapazitäten geht.

Ebenfalls mit der Ehrennadel des STB in Bronze wurde Rafael Lewosinski ausgezeichnet. Er ist seit Jahren Übungsleiter Badminton, war Beisitzer und als professioneller IT-Spezialist ist er immer gefragt, wenn Bits und Bytes nicht so wollen wie sie sollen.

Auch im Namen des Deutschen Turnerbundes war Rainer Striffler in Sachen Ehrungen aktiv. Dessen bronzene Ehrennadel erhielt Patrik Preuninger für seine langjährige Tätigkeiten als Beisitzer und als erster Vorsitzender der Jugendabteilung. Und auch dafür, dass er seit sieben Jahren im Kinderturnen als Übungsleiter tätig ist.

Strifflers letzte Ehrung betraf dann tatsächlich den Turngau. Es war eine Ehrung, die relativ selten ausgesprochen wird, der „Ehrenbrief des Turngau Hohenlohe mit Goldnadel“. In seiner Laudatio sprach er von einem Urgestein des TSV, was manche an Senioren denken lies. Gemeint war allerdings Sabine Frank. Auch sie begann in ihrer Jugend als Beisitzerin und Schriftführerin der Jugendabteilung, bevor sie deren Kasse sieben Jahre lang führte. Seit 2003 ist sie für die Kasse des Hauptvereines verantwortlich. Daneben ist sie auch noch Kassiererin des Gesangvereins und hält Sonntags Kinderkirche.

Volker Silberzahn trat als nächster in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Sportkreises ans Mikrophon. Den Ehrungsabend bezeichnete er als etwas „spezielles“ und in dieser Form als Alleinstellungsmerkmal des TSV. Er lobte den Verein für sein breites und interessantes Angebot für die Mitglieder. Mit der Laufstrecke des TSV habe auch er schon Bekanntschaft gemacht. Der TSV sei ein sehr gut geführter Verein innerhalb seines Sportkreises. Der Sportkreis zeichne sich durch eine ungewöhnlich hohe Quote an Sportabzeichen aus. Auch Silberzahn hatte eine besondere Ehrung im Gepäck – die goldene Ehrennadel des Württembergischen Landessportbundes. Mit dieser Auszeichnung darf sich nun Hanne Reißenweber schmücken. Sie ist eine Allzweckwaffe innerhalb des TSV, hatte in Spitzenzeiten mitunter vier Ämter gleichzeitig inne, darunter verschiedene Übungsleiterposten, Bewirtschafterin, Beisitzerin und etliches mehr. Aktuell ist sie stellvertretende Leiterin des Frauenturnens und der Aerobic-Gruppe. Und sie ist seit Jahren stellvertretende Vorsitzende des TSV. Daneben steht sie bei so gut wie jeder Veranstaltung irgendwo an verantwortlicher Stelle in der Küche, hat jahrelang den Kaffeedienst im Vereinsheim mitorganisiert und ist eine der Managerinnen der Bewirtung des regelmäßigen Rentnertreffs im Vereinsheim.

Etliche weitere Mitglieder hätten an diesem Ehrungsabend ausgezeichnet werden sollen, hatten aber nicht kommen können. Die Ehrungen werden in einem würdigen Rahmen nachgeholt, betonte Reißenweber.

Damit endete der offizielle Teil des dritten Ehrungsabends des TSV Vorbachzimmern und ging in anregende Gespräche unter Ehrenamtlichen, Verbandsfunktionären und Ehrenmitgliedern über.