Mit einem Festakt wurde am 21. Juni das sanierte und erweiterte Dorfzentrum eingeweiht. Dank, Freude und Anerkennung für die geleistete Arbeit kamen in den durchweg kurzweiligen Festreden zum Ausdruck. Und auch die neuen Möglichkeiten, die sich dem Kindergarten und den Vereinen bieten wurden herausgestellt.

Zuvor hatte Pfarrerin Ina Makowe den Festgottesdienst gehalten. Wie man es von ihr kennt, richtete sie ihn ganz auf den Anlass aus und das „Danke, für diesen guten Morgen“ ging in ein „Danke, für unsre neue Halle“ über. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch den Posaunenchor und den gemischten Chor des Gesangvereins. Auch die Kinder der Kinderkirche wurden mit einbezogen. Die Pfarrerin überreichte Ortsvorsteher Gerhard Hauf einen Apfelbaum, der bei der Halle gepflanzt werden und an die Einweihung erinnern soll.

Zum Festakt waren viele Ehrengäste gekommen, darunter der Landtagsabgeordnete Alois Gerig und nahezu der gesamte Stadtrat. 

Bürgermeister Rüdiger Zibold erläuterte, dass die Sanierung dringend nötig war, da die Halle in wesentlichen Teilen noch dem Standard des Baujahres 1964 entsprach. Mit der Wärmedämmung z.B. war es nicht weit her. Er stellte die neuen, hervorragenden Möglichkeiten heraus, die sich hier nun böten. Mir dem erweiterten Angebot des Kindergartens und der verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf würde auch das Baugebiet aufgewertet.

Glückwünsche kamen vom Bundestagsabgeordneten Alois Gerig, verbunden mit der persönlichen Anerkennung und Wertschätzung für die Verwirklichung des Projekts. Solche Maßnahmen, bei denen alle mit anpacken, seien so nur im ländlichen Raum möglich. Auf diese Weise geschaffene Infrastrukturen seien außerordentlich wichtig. Weil so etwas nur auf dem Land funktioniere, sei er sich sicher, dass man dem demografischen Wandel ein Stück weit trotzen und nach vorne schauen könne.

Architektin Hilde Haas hatte die Maßnahme 2012 als einfache energetische Sanierung übernommen. Peu a peu machten die zusätzlich beschlossene Kindergartenerweiterung und die zu Tage tretenden Mängel in der Bausubstanz ein Großprojekt daraus. Von Anfang an wurden die Nutzer wie Kindergarten und Vereine mit in die Planungen involviert um das Dorfzentrum an die tatsächlichen Bedürfnisse anzupassen. Das bestätigte auch die Kindergartenleiterin Ute Tarwitz, die sich bei der Architektin, den Handwerkern und dem Bauhof für Unterstützung und Rücksichtnahme bedankte.

In allen Reden wurde auch immer wieder auf den unermüdlichen Einsatz des Ortsvorstehers Gerhard Hauf verwiesen. Genau hier setzte auch TSV-Vorsitzender Rainer Striffler an, der für die Vereine sprach. Der Ortsvorsteher war der Erste, der morgens die Baustelle aufschloss und am Abend der Letzte, der wieder zugesperrt hatte.Oft habe man sich gefragt, „ob der Gerhard wohl schon ein Feldbett auf der Baustelle aufgeschlagen hat“. Seinen Einsatz nannte Striffler phänomenal. Gerhard Hauf habe nicht nur die Arbeitseinsätze organisiert, sondern unzählige kleine Aktionen selbst durchgeführt, immer wieder auch aus- und aufgeräumt. Die Vorbachzimmerner Vereine bedankten sich bei ihrem OV mit einem kleinen Geschenk. Für Ehefrau Elisabeth, die ihrem Mann den Rücken freigehalten und ihn „für die Halle freigestellt hat“, gab es einen Blumenstrauß. 

Pfarrerin Ina Makowe spürte einen ganz besonderen Duft, der in der Luft liege, den Duft der Dorfgemeinschaft, die etwas ganz besonderes auf die Beine gestellt habe. Sie hatte die Halle auf Leinwand skizziert und lud alle ein, ein paar Pinselstriche zum Gesamtwerk beizutragen um ein Bild zu schaffen, das ebenfalls als Gemeinschaftswerk metaphorisch für die ganze Sanierung stehen solle.

Dann kam kurz Verwirrung auf. Eigentlich sollte Gerhard Hauf nun selbst ans Rednerpult treten. Doch er war verschwunden und der Bürgermeister bat den Posaunenchor, der den Festakt musikalisch umrahmte, ein Zwischenspiel einzulegen. Dann aber kam auch schon des Rätsels Lösung in Form des Ortsvorstehers auf die Bühne. Der hatte noch einmal seine Baustellenkluft mit Helm angelegt. Er erklärte, dass er nur in seinen kühnsten Träumen solch eine Maßnahme erträumt, diese aber eher für nicht realisierbar gehalten habe. Seinen eigenen Einsatz bezeichnete er als ganz persönliches Geschenk für dieses Dorfzentrum, mit dem sich für ihn eine Vision erfüllt habe.Er dankte allen, die dabei mitgeholfen hatten, vom Bürgermeister über den Stadtrat, die Handwerker bis hin zu den zahlreichen Helfern. Als gutes Miteinander mit zahlreichen guten Kompromissen bezeichnete er die Bauphase. Wie sehr er in den vergangenen zweieinhalb Jahren in diesem Projekt verhaftet war, wurde in seiner Rede deutlich. Von hervorragenden handwerklichen Leistungen bis hin zu  den neuen Formen des Handwerks mit Subunternehmern und ihren Begleiterscheinungen deutete er an, was er alles erlebt hatte. 

Als Glücksfall bezeichnete er die Tatsache, dass zahlreiche Firmen aus der unmittelbaren Umgebung zum Zug kamen. So war auch der Einsatz des Ortschaftsrates Benjamin Preuninger zu sehen, der die Augen stets offen hatte und der dem Projekt mit seinen zwei Perspektiven als Handwerker und Ortschaftsrat gut getan hatte. Ein Dank ging auch an Detlef Nörr für die neue Sitzbank, die dieser aus einem Stamm einer Linde geschnitzt hatte, die erst im Winter der Sicherung der Vorbachbrücke zum Opfer viel. Ein weiterer Dank ging an Steinmetz Andreas Hauf, der einen Portalstein für das Dorfzentrum geschlagen hatte und an Ortschaftsrat Gerd Frank für die Stiftung des Rohsteins. Von städtischer Seite wurde das Projekt von Margit Gackstatter begleitet, die sich mit viel Herzblut engagiert hatte, wie immer wieder hervorgehoben wurde.

Mit dem Tag der offenen Tür im Kindergarten und der Halle, einem Bühnenprogramm, einem Dorfspaziergang und der Spielstraße ging die Feier bis zum späten Nachmittag weiter. Für die Verpflegung sorgten der TSV und der Gesangverein, für Kaffee und Kuchen die Landfrauen. Der Erlös hieraus soll in die weitere Optimierung der Halle fliesen.