Der Ortschaftsrat von Vorbachzimmern wurde im Zuge der Kommunalwahl auf drei Positionen mit jungen Leuten neu besetzt. Erstmals ist auch eine Frau dabei. Ortsvorsteher bleibt Gerhard Hauf.k-ortschaftsrat 2019 einsetzung

Zur letzten Sitzung des bisherigen und konstituierenden Sitzung des neuen Gremiums war auch die Niederstettener Bürgermeisterin Heike Naber gekommen.

Der seit der Wahl „geschäftsführende“ Ortsvorsteher Gerhard Hauf bedankte sich bei seinen „alten“ Ortschaftsräten für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit. Die Räte hätten in den vergangene Jahren viel Zeit und Engagement in ihr Ehrenamt investiert. Auch die Bürgermeisterin bestätigte, dass man das nicht hoch genug anrechnen könne. So erhielten die scheidenden Ratsmitglieder jeweils ein Weinpräsent der Gemeinde. Günter Hammel, der 15 Jahre dem Ortschaftsrat angehört hatte und Erich Bender, der 10 Jahre im Gremium war, erhielten jeweils noch eine Auszeichnung des Gemeindetages samt Urkunde. Sie beide und auch Christian Hamm, der fünf Jahre lang dabei war, will Gerhard Hauf auch künftig weiter aktiv in die Arbeit im Dorf mit einbeziehen. Dass alle drei dem Ort verbunden bleiben zeigt sich schon daran, dass beispielsweise Günter Hammel im Gesangverein, im TSV und in der Feuerwehr aktiv ist. Erich Bender ist der Abteilungskommandant der Vorbachzimmerner Wehr. Und zu Christian Hamm kommen wir später noch einmal.

Der Ortsvorsteher fasste die Themen der vergangenen fünf Jahre in einem Rückblick zusammen. In diese Zeit fiel unter anderem die Fertigstellung der Sanierung des Dorfzentrums, die mit viel Eigenleistung umgesetzte Sanierung des Jugendclubs, die ebenfalls in Eigenleistung erstellten Parkplätze am Friedhof und die erst kürzlich eingeweihte Errichtung der Aussegnungshalle (wir berichteten). Auch Baumgrabfelder wurden neu angelegt. Häufiges Thema war auch die Sanierung der Vorbachbrücke in Vorbachzimmern und der L1001 in Richtung Laudenbach. Baugesuche für Wohnhäuser wurden ebenso beraten wie Freiland-Photovoltaikanlagen oder der Breitbandausbau und verkehrsberuhigende Maßnahmen an der Ortsdurchfahrt. Erst vor kurzem wurde auch die Anschaffung eines Defibrillators beschlossen. Hier kommt wieder Christian Hamm ins Spiel. Als ausgebildeter Rettungssanitäter bei der Bundeswehr wird er den Vorbachzimmerern Einweisungen in die lebensrettende Technik geben. Mit diesem Rückblick wurde die letzte Sitzung des alten Ortschaftsrates beschlossen.

Die scheidenden Räte überließen ihre Plätze den neuen Mandatsträgern Andreas Mohr, Stefan Thorwarth und Alessa Kalwach, die als erste Frau überhaupt in den Ortschaftsrat einzog. Wieder in den Rat gewählt wurden Gerd Frank, Gerhard Hauf, Kurt Horn, Benjamin Preuninger und Friedrich Thorwarth.

Nachdem der neue Ortschaftsrat verpflichtet worden war, ging es an die Wahl des Ortsvorstehers. Ohne Gegenstimme fiel das Votum auf den bisherigen Amtsinhaber Gerhard Hauf. Er erklärte, dass dies seine letzte Amtsperiode sei. Der Job mache ihm Spaß, aber man müsse trotzdem in den nächsten fünf Jahren einen Nachfolger für ihn aufbauen. Sein bisheriger Stellvertreter Friedrich Thorwarth hätte einem potenziellen Nachfolger gerne sein Amt überlassen, wurde aber mangels williger Kandidaten ebenfalls im Amt bestätigt.

In den nächsten fünf Jahren gibt es wieder eine Menge zu tun. Angefangen vom Kampf um die Sanierung der L1001 und der Vorbachbrücke, über die Reaktivierung des Bahnhaltepunktes, die Anbindung des Baugebiets an den Radweg nach Niederstetten, die Vermarktung der Bauplätze über die innerörtliche Entwicklung bis hin zum Dorffest 2021 und vieles mehr. Natürlich dürfen auch die Unterhaltung des Wegenetzes und die Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt nicht fehlen. Ein bedarfsgerechter Kindergarten wird genauso immer ein Thema bleiben.

Als Visionen stellte der Ortsvorsteher auch einen Aussichtspunkt auf dem höchsten Platz der Gemarkung im Gewann „Ochsen“ sowie Sommernachtsmusik in der Aussegnungshalle in den Raum.

Dem neuen Gremium wird also nicht langweilig werden, bei so vielen offenen Punkten und dem umtriebigen Ortsvorsteher.