Bürger-Informationsveranstaltung 2018

Anlässlich einer Bürger-Informationsveranstaltung unterrichtete Ortsvorsteher Gerhard Hauf die Einwohner von Vorbachzimmern über anstehende Projekte, offene Fragen und Probleme. Eines der zentralen Themen war dabei die schon lange angedachte Aussegnungshalle.

k-brgerinfo aussegnungshalle-1

Die nimmt inzwischen ganz konkrete Züge an und soll noch in diesem Jahr im oberen linken Bereich des Friedhofes verwirklicht werden. Auch die Finanzierung steht, ganz ohne städtische Beteiligung. Grundstock ist der Erlös der 1200-Jahr-Feier im Jahr 2001. Dazu kommen nun noch viele kleine und ein paar größere Spenden und zum guten Schluß eine richtig große Spende mit 20.000,00 Euro von Edgar Wolf. Der ist seiner Vorbachzimmermer Heimat immer noch stark verbunden und hat für die Friedhofsneuordnung mit dem Bau der Aussegnungshalle erneut seine Unterstützung zugesagt. Schon bei der Renovierung des Kriegerdenkmals hat Edgar Wolf einen wesentlichen Beitrag geleistet. Mit Hilfe aller Spenden und mit dem Arbeitseinsatz Ehrenamtlicher aus dem Dorf ist die Umsetzung des Projektes nun tatsächlich in greifbare Nähe rückt.

Über die letzten 2 Jahre hinweg veränderte sich das Bild des Friedhofs sehr stark. Parkplätze am Friedhof wurden angelegt und in etlichen ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen gepflastert. Der Friedhof erhielt einen neuen größeren Zuschnitt. Flächen entstanden, die Einfriedung konnte neu angelegt werden. Die neuen, bereits gepflasterten Flächen ergeben nun einen großzügigen Rahmen für einen Aussegnungsplatz mit offener Aussegnungshalle.

Gerhard Hauf bedankte sich bei allen, die immer wieder kräftig Hand mit angelegt hatten.k-pflasterarbeiten friedhof vorbachzimmern-1

Die künftige Aussegnungshalle soll zur Wetterseite, also nach Westen hin und im Norden jeweils von einer Mauer begrenzt werden und nach Süden, zum Kriegerdenkmal hin offen sein. Zimmermeister Paul Herwarth aus Creglingen unterstützte das Projekt mit einer Planung, die die Bedarfssituation voll erfasst.

Natürlich wird auch beim Bau der Aussegnungshalle die eine oder andere helfende Hand aus der Bevölkerung gefragt sein. Insgesamt wird das gesamte Bauvorhaben ein Volumen von rund 42.000,00 Euro umfassen. Davon entfällt gut die Hälfte der Summe auf das eigentliche Bauwerk „Aussegnungshalle“.

Auf Einwände aus dem Publikum hin, dass es im Winter in der neuen Halle kühl wäre und die Aussegnungen in der Kirche doch gut wären, erläuterte der Ortsvorsteher, dass auch künftig alle Arten von Trauerfeiern möglich sein sollen. Vom traditionellen Trauerzug ab Trauerhaus, über Aussegnungen in der Kirche bis hin zu Bestattungsfeiern rein auf dem Friedhof mit anschließendem Gottesdienst in der Kirche. Mit der dann neuen Aussegnungshalle hätten die Hinterbliebenen zusätzliche Wahlmöglichkeiten hinsichtlich des gewünschten Ablaufs der Beerdigung, wurde erklärt.

Bei der letzten Ruhestätte kann man schon jetzt zwischen Erd- und Urnenbestattung, jeweils als normales Grab oder Rasengrab auswählen und auch das traditionelle Familiengrab gibt es noch. Niemand mehr müsse auf auswärtige Angebote zugreifen, so Gerhard Hauf. Der Friedhof bleibe weiterhin für die Trauernden und Hinterbliebenen eine Stätte der Begegnung oder auch ein Stück Heimat.k-brgerinfo platzansicht-1

Ein weiteres Thema war die Vorbachbrücke, welche die Triensbachstraße mit dem Dorf verbindet, aber auch die einzige Zufahrt für schwere Fahrzeuge zur Kläranlage ist. Seit Jahren schon liegt ein Gutachten vor, das die Brücke für sanierungsbedürftig einstuft. Ein anders Gutachten geht davon aus, dass sie noch hält. Die Sanierung steht weiterhin als vorrangige Maßnahme auf der Liste des Vorbachzimmerner Ortschaftsrates für die Haushaltsanmeldung in Niederstetten. Sie ist aktuell in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt eingestellt. Sollte die Brücke ausfallen, kann zum Beispiel der Klärschlamm nicht mehr von der Kläranlage abgefahren werden. Außerdem wird sie tagtäglich von zahlreichen Pendlern aus Vorbachzimmern und umliegenden Ortschaften genutzt, die über die Aschbachschiene Richtung Bad Mergentheim oder über Pfitzingen und Adolzhausen Richtung Mulfingen fahren. Gerhard Hauf stellte der Bevölkerung Planskizzen möglicher Sanierungsmaßnahmen vor, die interessiert aufgenommen wurden. Aus den Wortmeldungen war zu erkennen, dass dieses Thema nicht nur den Ortschaftsrat beschäftigt.

Unterrichtet wurde auch über den aktuellen Stand der Bauplatzverkäufe im Baugebiet Steinbach II. Von den 31 erschlossenen Bauplätzen sind inzwischen 12 bebaut, 19 könnten kurzfristig bebaut werden. Das Baugebiet hat darüber hinaus Potenzial für 16 weitere Bauplätze, die noch erschlossen werden können. Ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis solle Bauinteressenten aus der Region anlocken. Für Familien gebe es Rabatte. Der Wohnort Vorbachzimmern sei im regionalen Umfeld nicht unattraktiv. Er liegt zentral in Hohenlohe. Ein zusätzliches Plus zum Standortfaktor sei mit der optimalen Kindertagesstätte im neuen Dorfzentrum erreicht worden. Der Sportplatz des TSV mit dem Beach-Volleyball-Feld ist nur wenige Schritte entfernt. Bei Interesse könne man sich einfach an Ortsvorsteher Hauf, Tel. 07932 253 wenden.

Stadtrat Friedrich Thorwarth erinnerte die Anwesenden daran, dass 2019 wieder Kommunalwahlen sind. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich für die nächste Wahlperiode wieder genügend Interessenten für den Ortschaftsrat und vor allem auch neue Kandidaten für den Stadtrat finden werden. Die Sondierungsveranstaltung vor vier Jahren hatte für den Ortschaftsrat gefruchtet. Frauen waren allerdings nicht unter den Interessenten, so dass aktuell nur Männer im Ortschaftsrat vertreten sind. Beim Thema Stadtrat hatte sich keine Alternative gefunden. Das dürfe sich ruhig ändern, so der aktuelle Amtsinhaber. Er klebe nicht an seinem Stuhl.

k-brgerinfo gerhard hauf Als Aufregerthema entpuppte sich die Parksituation in zwei Straßen in Vorbachzimmern. Während die Betrachtung des Unteren Steinbachwegs keine Diskussionen auslöste, tat dies die Triensbachstraße umso mehr. Bereits in der Vergangenheit hatten sich vermehrt Anwohner, Landwirte und andere Verkehrsteilnehmer über die unübersichtliche Situation angesichts der teils beidseitig parkenden und längerfristig abgestellten Fahrzeuge beschwert. Der schmale Grad von beruhigtem Verkehrsfluss in der 30er Zone und eintretender Behinderung sei nur mit vorausschauender Rücksichtnahme auflösbar. Gerhard Hauf appellierte an alle Beteiligten, miteinander zu sprechen und aufeinander Rücksicht zu nehmen, damit nicht am Ende polizeiliche Maßnahmen oder Parkverbote stünden. Er selbst habe keinerlei Interesse daran, derartiges zu veranlassen.

Ein weiteres Verkehrsthema stand mit zwei geplanten Querungshilfen auf dem Programm. Der Zebrastreifen über die L1001 liegt nördlich der zentralen Kreuzung und ist für Fußgänger und Schulkinder aus den Baugebieten auf dem Weg zur Bushaltestelle häufig keine Alternative. Bei den Geschwindigkeitsmessungen des Landratsamtes an der Durchgangsstraße sind Geschwindigkeiten von 80 oder 90 km/h nicht ungewöhnlich. Die Überquerung der aufgrund der Kurve in diesem Bereich teilweise schwer zu überschauenden Straße ist mitunter riskant. Abhilfe schaffen soll eine Fußgänger-Querungshilfe, also eine Art Mini-Verkehrsinsel, so dass Schulkinder, wie auch Senioren und andere Fußgänger in Etappen sicher über die Straße kommen.

Auf Höhe der Kirche soll eine zweite Querungshilfe ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen , die schnelle Ortsdurchfahrt entschärfen und einen Beitrag zu einem ruhigeren Verkehrsfluss leisten.