Lindenwanzeninvasion bekämpft

lindenwanzen 1b In diesem Winter wurden in Vorbachzimmern einige große Kolonien von Lindenwanzen entdeckt. Die kleinen Tierchen kommen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, haben in den vergangen Jahren aber offensichtlich sehr erfolgreich zum Sprung über die Alpen angesetzt. Sie sind 4 bis 6 mm groß, schwarz-rot gefärbt und ihre Flügel schimmern silbern, wenn sie in großen Kolonien wie ein glänzender Teppich die Stämme und Äste der Linden besiedeln um zu überwintern. Grundsätzlich sind sie nicht schädlich. Aber sie können die Bäume schwächen und für Schädlinge anfällig machen. Manchmal zieht es die Tierchen auch in benachbarte Häuser. Spätestens dann hört auch der Spaß für die meisten Tierfreunde auf. In Vorbachzimmern war es jetzt soweit. Zu Hunderttausenden hatten sie die kleinen Krabbler an Linden am Dorfzentrum und in der Straße „An den Linden“ an besagten Bäumen niedergelassen. Wo normalerweise Rissen die Rinde zieren, war nun ein dicker Strom an Wanzen zu beobachten, die selbst größere Spalten zum Überlaufen brachten.

Die einfachste und auch effizienteste Lösung wäre wohl die chemische Keule gewesen. Aber die passt heute nicht mehr so recht ins Bild. Deshalb hat man hier auf eine bereits erfolgreich zum Beispiel in der Schweiz getestete Alternative zurück gegriffen. Mit Klettergeschirr, Sicherheitseinrichtung und Staubsauger bewaffnet machte sich Sebastian Hauf in die Kronen der Linden und befreite die befallenen Bäume von den kleinen Plagegeistern.

Bleibt zu hoffen, dass er erfolgreich war. Denn mit 3 bis 4 Generationen pro Jahr ist für Nachwuchs schnell wieder gesorgt...