begeistertes Premierenpublikum

Die Theatersaison in Vorbachzimmern hat begonnen und an den ersten beiden Abenden jeweils für ein begeistertes Publikum gesorgt. Schon beim ersten Öffnen des Vorhangs zeigte sich, dass wieder einmal viel Aufwand und Liebe zum Detail in die Gestaltung des Bühnenbildes geflossen war. Und beim ersten Anblick war klar, man befindet sich im mediterranen Gefilden. Genauer gesagt am Lago Maggiore, wie auch der Titel des Stücks „Nix Amore am Lago Maggiore“ schon vermuten lässt.

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Ort des Geschehens ist das Hotel „Amore Mio“vom Mama Theresa, die das Etablissement mit Unterstützung ihres Sohnes Angelo führt. Dalma Murr und Patrik Preuninger italienern munter drauf los, dass nach der Premiere aus den Zuschauern die Frage kam, ob die beiden nicht doch italienische Wurzeln hätten.

In eben dieses Etablissement fallen nach und nach deutsche Touristen ein. Den Anfang macht die abenteuerlustige Bärbel, die nichts anbrennen lässt. Martina Karl überzeugt in dieser Rolle einmal mehr souverän und ungekünstelt. Bärbel wartet auf ihre extrem bodenständige und sehr sparsame Freundin Hilde, mit der sie mal wieder richtig feiern will. Julia Hammel verkörpert gekonnt diese liebenswerte Einfalt.

Dazu gesellen sich die herrschsüchtige Renate mit ihrem Gatten Hans-Jochen der wirklich nichts zu lachen hat. Jenny Thorwarth und Florian Schmidt streiten und zetern als wären sie wirklich seit Jahren unglücklich verheiratet.

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Die beiden werden von Hans-Jochens praktisch veranlagtem Vater Oskar begleitet. In diese Rolle schlüpft Spielleiter Bernd Schuch persönlich und wirkt absolut authentisch.

Dann tauchen auch noch der zwielichtige Ritchie und seine neue Flamme Chantal auf. Dennis Horn als unsympathisches, gewaltbereites Ekel und Lea Striffler, die einer Reality-Serie entstiegen sein könnte, legen sich hier mächtig ins Zeug. Ihm möchte man nicht nachts begegnen und sie bringt die Lachmuskeln an die Grenzen. Ritchie sucht nach einem vertauschten Koffer, der es in sich hat, und auch den deutschen Polizisten Thomas (Fabian Henn) auf den Plan ruft, der zunächst einmal für mehr Verwirrung als Aufklärung sorgt.

Was passieren kann, wenn man einen Beamten zu sehr reizt, welche positiven Nebenwirkungen Oskars Bierkonsum hat und ob am Ende Mord und Totschlag oder ein Happy End stehen, sei hier nicht verraten. Das klärt sich an den verbleibenden vier Aufführungen.

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Das Publikum bei der Premiere und auch an der zweiten Vorstellung tags darauf hatte viel gelacht und auch mit Szenenapplaus nicht gespart. So war denn auch die Nervosität hinter den Kulissen schnell verflogen und der puren Spielfreude gewichen.

Der begeisterte Applaus und die Kommentare aus den Reihen der Zuschauer waren der Lohn für die monatelange Vorbereitung der Spieler und ihres Spielleiters Bernd Schuch. Der Abend habe sehr viel Spaß gemacht, hörte man immer wieder. „Ganz toll gespielt“ und „ein super Abend“ war zu hören. Spieler und Spielleiter samt dem Team hinter den Kulissen können jetzt beruhigt den nächsten Vorstellungen entgegen sehen. Die finden an den nächsten beiden Wochenenden statt. Bei den Vorstellungen am 19., 20., 25. und 26. Januar kann man allenfalls noch auf kurzfristig frei werdende Plätze spekulieren. Wer Karten reserviert hat und nicht kommen kann, sollte sich möglichst bald abmelden, damit Interessenten von der Warteliste nachrücken können. Die Warteliste führt Hilde Frank, Telefon 07932/8584.