ausgeklügelte Einsatzszenarien und interessante Übungen

Die Feuerwehrleute in Vorbachzimmern haben ein abwechslungsreiches und interessantes Jahr hinter sich. Dabei waren die Einsätze eher harmlos. Über ein Hochwasser, das zwar die gesamte Mannschaft in Bereitschaft und auf Trab hielt, letztendlich aber keine wesentlichen Schäden verursachte berichtete der Abteilungskommandant Erich Bender. Außerdem rückten die Floriansjünger aus dem Vorbachtal zu einem Brand in Heimberg aus. Am Herbstfestsonntag war infolge eines Sturms die Krone der Kastanie am Trafo-Häuschen neben dem Dorfzentrum zerbrochen und auf die Straße gefallen.k-abteilungsversamlung feuerwehr vorbachzimmern 2019

Das eigentlich Interessante an 2018 war jedoch, dass der bei der Abteilungsversammlung 2018 installierte Übungsausschuss seine Arbeit aufgenommen hat. Der Abteilungskommandant war uneigennützig etwas kürzer getreten und hatte die Jungen machen lassen. Die Kameraden Gerd Frank, Andreas Mohr, Christoph Murr und Paul Schlecht hatten sich ein neues Konzept für die Übungen einfallen lassen und das auch so interessant umgesetzt, dass der Übungsbesuch sprunghaft angestiegen ist. Nach einer einleitenden, kurzweiligen theoretischen Einheit geht es nun an ausgeklügelte Einsatzszenarien. Menschenrettung aus verrauchten Räumen, eingeklemmte Personen oder Verkehrsunfälle werden simuliert. Bei der Alarmübung wurden gar verschiedene Szenarien kombiniert und ein offenes Feuer war zudem zu bekämpfen. Etwas ganz besonderes war auch die Suche nach einer vermissten Person, im November, abends bei Dunkelheit im Wald. War früher die Teilnahme an den Übungen eher ein Akt der Kameradschaftspflege, hat man inzwischen das schlechte Gefühl, etwas wichtiges und interessantes zu verpassen. In einer Präsentation lies Paul Schlecht die verschiedenen Übungen noch einmal Revue passieren.

Aber auch die Kameradschaft kam nicht zu kurz. Die inzwischen nach kurzer Zeit bereits legendäre Wanderung zum Hähnchenessen nach Wermutshausen fand ebenso statt wie eine Sonnwendfeier im Kreise der Kameraden und ihrer Familien. Auch nach den Übungen bleibt man inzwischen länger zusammen und das, obwohl diese inzwischen oft auch mal länger andauern. Das sie länger dauern hat aber seine Ursache meist in den interessanten Themen und der intensiven Beteiligung der Kameraden.

Für Interessierte wurde ein Infoabend mit umfangreichem Anschauungs- und Infomaterial und Live-Löschangriff veranstaltet, der eine gute Resonanz fand. Denn auch wenn in den vergangenen Jahren ein erfreulicher Zulauf zu beobachten war, will man sich darauf nicht ausruhen sondern weiter Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

Ortsvorsteher Gerhard Hauf bedankte sich bei den Feuerwehrleuten für Ihren Dienst an der Gemeinschaft. Er freute sich über die positive Entwicklung der Wehr.

Oliver Käss berichtete als Kommandant der Gesamtwehr der Gemeinde Niederstetten über die 49 Einsätze des vergangenen Jahres. Darüber wird aber anlässlich der Hauptversammlung in Niederstetten noch mehr zu lesen sein. Den Kameraden aus Vorbachzimmern dankte er für Ihren vorbildlichen Einsatz anlässlich eines Brandes in Heimberg. Er sprach auch die künftige Spezialisierung der Vorbachzimmerner Wehr im Bereich der Höhen- und Absturzsicherung an.

Auch Ehrungen und Beförderungen aufgrund von Ausbildung und Zugehörigkeit hatte Käss dabei. Mit Alex Arndt und Markus Thorwarth hatten 2018 zwei weitere Kameraden den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert. Paul Schlecht hat sich zum Truppführer fortgebildet. Er wurde auch vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann befördert. Bekannt gegeben wurde auch die Beförderung von Christoph Murr vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann, der aber aufgrund beruflicher Abwesenheit die Beförderung nicht selbst entgegen nehmen konnte.

Mit dem neu eingeführten Ehrenzeichen in Bronze für 15-jährige Zugehörigkeit darf sich künftig Johannes Bender schmücken.

Eberhard Frank und Richard Weigel werden in diesem Jahr mit dem Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet.

Das Jahr 2019 dürfte für die Kameraden in Vorbachzimmern auch nicht langweilig werden. Zum einen war bereits in der Januarübung ein abwechslungsreicher Übungsplan ausgegeben. Außerdem soll in diesem Jahr die Renovierung des Raumes über dem Feuerwehrmagazin in Angriff genommen werden. Hier müssen aber noch zahlreiche Details geklärt werden. Ein Sanierungsausschuss soll hier die Federführung übernehmen. Der soll sich bis zur nächsten Übung finden und dann eingesetzt werden.